Warum gibt es immer mehr Aussteiger und Auswanderer aus Deutschland?
Frage von Lannus: Warum gibt es immer mehr Aussteiger und Auswanderer aus Deutschland?
Das auch einige zurück kommen, hat wohl etwas mit einer zu schlechter Informationsbasis und Blauäugigkeit zu tun. Zumindest ist dieser Tenor aus den TV-Sendungen und aus den Schilderungen von Zurückgekehrten zu erkennen.
Wie heißt es so allgemein – “Aller Anfang ist schwer” – nur gebratene Tauben findet man nirgendwo.
Ich habe eher die Information, dass gerade höherqualifizierte Leute Deutschand den Rücken zukehren, weil……..
Diese Auswanderungssendungen sind ja nur zur Unterhaltung anzusehen.
Es wurden ja einige Fakten aufgezeigt, aber was können noch weitere Ursachen sein, die Menschen veranlassen ihr Heimatland zu verlassen. Sind es nicht etwa fehlende Voraussetzungen, die einen dazu bringen? Hierzu würde ich gerne mehr lesen, denn das Spektrum ist fast unerschöpflich.
Beste Antwort:
Answer by John D
80% scheitern und sind nach 3 bis 5 Jahren wieder da – ist Fakt.
Antworten Sie selbst in den Kommentaren!

25 Januar 2012 um 10:51 Uhr
Weil es hierzulande im Grunde überhaupt keine CHance auf Änderung gibt. Und die Lebensqualität in anderen Ländern einfach besser ist.
25 Januar 2012 um 11:25 Uhr
Ich kann nur für mich sprechen: lebe seit 10 Jahren in Ungarn, hier kann man noch mit wenig Geld auskommen, Häuser sind billig, Klima sehr angenehm und in den kleineren Orten grüßt jeder jeden. Nur wenn Deutsche zu Besuch kommen, dann entsteht Hektik und es wird soviel dummes Zeug gequatscht… dafür lieber drei Einheimische (Ung.), die sind unkompliziert und angenehmer . Ist so, leider! In Ungarn hat noch nie einer zu mir gesagt” Das darfst du nicht oder das ist verboten”. Sicher ist hier auch nicht alles Gold, aber zurück zieht mich nichts.
25 Januar 2012 um 12:19 Uhr
Weil sie Kohle von Fernsehsendern bekommen, wenn sie sich dabei filmen lassen.
25 Januar 2012 um 13:05 Uhr
Weil Deutschland für Geringverdiener unerträglich geworden ist. Neben einer perversen Bürokratie, neben einer, an eine schlechte Vergangenheit erinnernde Bespitzelung und Überwachung und gleichzeitiger schamloser Bereicherungen und vordringender Korruption bei den exponierten Staats-dienern und Parteimitläufern, bei ausufernden gesetzlichen Regelungen, die immer nur das Ziel haben, den Werte schaffenden Bürger auszuplündern – wer soll sich da noch wohlfühlen?
Gerechtigkeit ist zum Fremdwort geworden, soziale Errungenschaften werden auf dem Opferstock der Neoliberalen verschleudert. Wenn keine Hoffnung auf Besserung besteht – und die besteht mit Sicherheit nicht, sollte man sich o.g. Gruppe anschließen, damit es zur Massenbewegung wird.
25 Januar 2012 um 13:48 Uhr
Was gibt es denn hier noch zu holen??Selbst die angestrebten, ausländischen Fachkräfte gehen bei den niedrigen Löhnen zu unseren europäischen Nachbarn als das sie nach Deutschland kommen würden.Buchhalter und Ärzte zum Beispiel müssen sich hier auch um Nebenaufgaben kümmern, in den Niederlanden aber nur den Aufgaben nachgehen, für die sie ausgebildet wurden!!
Maurer kriegen in Schweden klare Anweisungen, sollen den Tag über ihre Arbeit machen und später schaut der Chef nach, ob du seine Sache gut gemacht hast !In Deutschland wird dir die ganze Zeit über die Schulter gesehn und gemeckert, haben Auswanderer jedenfalls so dargestellt!
Natürlich sind auch viele Träumer dabei, die nichts können (nicht mal Englisch), alles erwarten und dann scheitern, aber das auswandern hat trotzdem seinen Grund.
Wenn ich die Möglichkeit hätte, ich wäre auch weg…
25 Januar 2012 um 14:00 Uhr
Guckst Du etwa zuviel RTL-Soaps
oder worauf bezieht sich Deine Annahme? Ist das so drastisch gestiegen?
Wenn, dann doch nur, weil es bessere Arbeitsstellen für richtig gut qualifizierte Leute im Ausland gibt. Viele Leute hier in Deutschland sind völlig überqualifiziert für die hier freistehenden Jobs und es gibt für sie keine angemessenen Arbeitsstellen.
Viele Firmen produzieren zudem nicht mehr in Deutschland, sondern verlegen ihre Produktionsstätten in Länder, wo sie möglichst billig produzieren können etc.
Nachtrag: Das bestätigt doch nur meine bereits gegebene Antwort… qualifizierte Leute, haben auf dem ausländischen Arbeitsmarkt eben bessere Chancen einen angemessenen Job zu bekommen.
25 Januar 2012 um 14:56 Uhr
Ich selbst bin vor 16 Jahren aus Deutschland weg weil das ganze System nicht mehr zu ertragen war. Und geändert hat sich bis heute im Prinzip gar nichts. Deswegen bin ich froh damals weggegangen zu sein. Klar, das 80 Prozent der Aussteiger, oder noch mehr, die meisten pleite, nach ein paar Jahren wieder zurück gehen müssen. Nach meiner Erfahrung sind aber die meisten selbst Schuld. Man muss zurückstecken, verzichten und sich anpassen können. Und damit haben sehr viele Deutsche oder Mitteleuropäer ein Problem. Und das ist einfach die Realität und meine Erfahrung.
Schönen Tag noch
25 Januar 2012 um 15:27 Uhr
sie sind schlau genug, um zu merken, was hier teilweise fürn mist abläuft, aber immer noch zu naiv, um zu merken, dass es anderswo genauso ist. zumindest auf die auswanderer bezogen
und bei den aussteigern wundert mich das eigentlich gar nicht, dass es so viele sind. wer will schließlich nicht nach möglichkeit aus einer geistig zerfallenden gesellschaft entfliehen?
25 Januar 2012 um 16:19 Uhr
► vielleicht sind im ausland mehr deutsche als im inland – könnte sein.
viele der auswanderer sind nicht nur blauäugig sondern unbelehrbar, sie verlassen ihr land in der hoffnung das es ihnen besser geht als hier, vergessen aber den sozialstatus den sie hier haben, in der wahlheimat müssen sie sich selber um alles kümmern – da scheitern die meisten, es fängt schon mit der sprachverständigung an, behördengänge und auf der arbeit – wenn vorhanden. viele haben obendrein auch noch eine schlechte schulbildung, vom beruf mal abgesehen.
ich frage mich nur warum die dann wieder zurück kommen – diese blöße würde ich mir nie geben !
25 Januar 2012 um 16:25 Uhr
die meisten auswanderer verlassen deutschland,weil sie auf dem arbeitsmarkt keine perspektiven haben oder weil sie unzufrieden mit dem system in deutschland sind.Die meisten haben keine berufsausbildung oder schulabschluss.Und weil es von diesen menschen immer mehr gibt steigt auch die zahl der auswanderer.
25 Januar 2012 um 16:45 Uhr
Es gibt auch viele, die nach Deutschland immigrieren, weil sie hier mehr soziale Unterstützung finden, z.B. bei Arbeitslosigkeit.
In Italien z.B. bekommt man so gut wie kein Arbeitslosengeld. Was soll man da machen? Nach Deutschland auswandern.
25 Januar 2012 um 17:44 Uhr
Habe über 20 Jahre im Ausland gelebt, dort für eine deutsche Firma gearbeitet und dabei meine Heimat oft durch die rosarote Brille gesehen, denn im Ausland war auch nicht alles Gold, was glänzte.
Vor knapp vier Jahren bin ich aus Altergründen zurückgekehrt. Jetzt ist meine Brille wieder klar und durchsichtig geworden, wie ein sauberer Bergkristall. Mein Eingewöhnungsprozess in der alten Heimat ist bis heute nicht abgeschlossen. Es ist aber für niemanden schädlich, wenn er sich mal anderen Wind um die Nase wehen lässt.
Übrigens: Diese Auswanderungssendungen habe ich mir nie angetan. Flache Machwerke und Geldbeschaffungsmaschinen.
25 Januar 2012 um 18:43 Uhr
..die sogenannten Auswanderer- Sendungen sind wirklich das Letzte …primitiv und wirklich fern aller Realität –besonders wenn dann noch eine dämliche Blondine auftaucht …
..aber in der Realität hat jedes Land seine ” Aussteiger ” …hier in Spanien mit der enormen Arbeitslosenzahl und der extrem hohen Jugendarbeitslosigkeit
kommt jetzt auch für die jungen Leute die Überlegung, ins Ausland zu gehen, da es hier keine Perspektiven gibt … es gibt Angebote im Gesundheitswesen / Hotelwesen aus GB, jetzt läuft hier gerade eine Kampagne für junge gut ausgebildete Leute in bestimmten Branchen, nach D zu gehen … so hat jedes Land seine ” Auswanderer” , die – natürlich nicht so wie in den oben beschriebenen Sendungen – ihr Glück nicht unbedingt nur im eigenen Land suchen.
Ich bin nun schon eine lange Zeit im Ausland, und mir wird auch hier nichts geschenkt ..aber die Lebensqualität ist eindeutig besser ( jedenfalls nach meinen Vorstellungen ) .. auch das macht es aus , das Leben besteht ja nicht nur aus Arbeit.
25 Januar 2012 um 18:51 Uhr
es gibt doch generell immer mehr Aussteiger aus entwickelten Staaten, die auf Sinnsuche sind.
Deutschland stellte sogar mal das Hauptkontingent der Einwanderer in die USA.
Jetzt ist es eben wieder so, dass einige gehen.
Sieh dir die Karibik an, da ist alles voller Amis und Engländer, geh nach Bali, da sind Massen von Australier, in Indien ist alles vorhanden, was “Esotherik” schreiben kann.
Und dann ist es eben so, dass bestimmte Berufe woanders viel eher gesucht und besser bezahlt werden als bei uns.
Das ist Freiheit!
25 Januar 2012 um 19:24 Uhr
was will man in einem land was sich selbst aufgegeben hat und sozialhilfe das einzige ist was erhalten bleiben soll es ist deshalb nicht alles schlecht aber diese pessimistische zukunftspanik in deutschland ist unerträglich und wenn es wirklich nicht klappt war es meist nicht anders als in deutschland auch mit dem unterschied das man erfahrungen gesammelt hat neue leute kennen gelernt hat neue sprachen gelernt hat ein paar jahre dem staat nicht auf der tasche gelegen hat viele deutsche können diese risiko bereitschaft nicht verstehen wobei der auswanderer es nicht als ein risiko sieht sonst würde er es ja nicht tun und wenn deutsche diese risiko bereitschaft verstehen würden würde der deutsche heute nicht so blöd dastehen
25 Januar 2012 um 19:55 Uhr
Die Quote lag letztes Jahr bei 650000, Tendenz steigend.
Gut ist, das in der Fragestellung zwischen Aussteigern und Auswanderern unterschieden wird.
“Auswanderer” wollen sich meistens eine neue wirtschaftliche Existenz aufbauen,
“Aussteiger” verlassen Deutschland weniger aus wirtschaftlichen Gründen.
Es sind viele Gründe, die dazu führen und die Sendungen im Fernsehen sind völliger Unsinn und absolut unrealistisch.
Wer wirklich weg will hat sich sehr gut vorbereitet und:
- die Sprache des Landes (zumindest ein Grundwortschatz) erlernt
- war mindestens ein oder zwei Mal für längere Zeit in dem Land
- hat sich Wissen über Kultur und Gesetzgebung des Landes angeeignet
- hat sich ein gewisses “Startkapital” über Jahre hinweg angespart
- weiß, wie man mit wenig überleben kann und ist auch damit ZUFRIEDEN
Am Beispiel Philippinen kann ich nur sagen:
Ein Grund ist, das alles 10 Mal billiger als in Deutschland ist.Schon ein Betrag von 100 Euro/mtl. macht Sie auf den Philippinen zum Durchschnittsverdiener.Dafür arbeit ein Arbeiter einen ganzen Monat lang, 6 Tage die Woche zu 10 Stunden täglich.Und davon leben durchschnittlich 4 Personen.
Mit 300 Euro/mtl gilt man schon als wohlhabend.Viele Deutsche betreiben nebenbei einen ebay Handel, verdienen ohne viel Zeitaufwand damit bis zu 500 Euro/mtl.
Es gibt noch eine Menge anderer Verdienstmöglichkeiten.
Weitere Ursachen, warum Leute Deutschland den Rücken zukehren:
- Dauerstress, weil viele über ihre Verhältnisse leben und sich materielle Dinge haben
aufschwatzen lassen, wofür sie jetzt Tag und Nacht Geld ranschaffen müssen um diese
Dinge zu finanzieren
- Regulierungswut und Spießertum ( Wie krumm dürfen Bananen sein und Streit über die
Gartenzwerge im Vorgarten..Lächerlich)
- Ellenbogenmentalität und Oberflächlichkeit ( Jeder “kämpft” für sich ,Lebenspartner werden
konsumiert, jede 2.Ehe geschieden )
- Werteverlust ( Jeder ist sich selbst der Nächste, teilweise liegen Menschen wochenlang tot
in der Wohnung und keiner bemerkt es.Keine Gespräche, keine Nachbarschaft mehr)
-Hier zählt nur noch Geld, alles andere ist verlorengegangen.( In anderen Ländern geht es auch ums
Geld und das tägliche Überleben, aber hier sieht man noch lachende Gesichter,alles geht viel
lockerer und unproblematischer zu)
Wie viele sind es wohl, die noch in Deutschland leben, aber innerlich bereits “gekündigt” haben ?
Die meisten zögern die Entscheidung hier “aufzuhören” hinaus.(Grundlos !!)
Dies ist auch der Grund, warum auf vielen Friedhöfen tausende von Menschen liegen, die es erst nach dem zweiten Herzinfarkt geschafft haben aufzuhören.Doch da war es bereits zu spät.
Das Wichtigste aber ist, das man die richtige Einstellung zum “Aussteigen” hat.
Für Luxusverwöhnte Aussteiger, die sich materiell verbessern wollen, geht es in den meisten Fällen schief.
Aber Menschen, die ein einfaches Leben suchen und die die Fähigkeit haben, mit dem zufrieden zu sein was sie besitzen, kommen kaum wieder nach Deutschland zurück.
Viele Menschen stellen sich irgendwann die Frage ob ” das denn schon alles gewesen sein soll im Leben”..und fassen den Entschluss auszuwandern.Besonders ab einem gewissen Alter, wenn sie merken wie schnell das Leben vorbei ist.
Auch diese ” Sinnfrage” ist einer der Gründe auszuwandern.
Das Spektrum an Gründen ist wirklich unerschöpflich.
25 Januar 2012 um 20:17 Uhr
uber 50 jahren ausland erfahrung sagt – dass jeder seine eigene erfahrung macht von 100 deutschen in spanien meiner umgebung sind nach 2 = 4 jahren 80 % wieder zurueck aus verschiedenen gruenden – meist wegen den 4 sprachenvielfalt = dasselbe in den phillipinen 4 = weiter viele diealekten – hauptgrund ist ein heisses land mit leichertem leben wenig hetze – aber auch sehr viele andere nachteile die auf jeden anders beeintrachtigt – ich kann hier gar nicht alles erwaehnen ! nur eines ist sicher ich selbst moechte nie mehr zurueck in das gehetzte deutschland mit allem luxus.
25 Januar 2012 um 21:00 Uhr
Weil hier alles schwer gemacht wird. Keine Arbeit, üble Bezahlung, steigende Kosten…